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Ausbildung - Mot.-Marsch
Grollende Motoren, rote Autos und blaue Lichter sorgten am frühen Samstagmorgen in Heiligenhaus für einige fragende Gesichter. Ein Feuer, ein Unfall oder eine andere Schadenslage waren nicht in Sicht, jedoch waren in der langen Wagenkolonne auch zwei blaue Autos vertreten.
Was war geschehen? Die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhaus startete am Samstag pünktlich um 07:00 Uhr ihre Fahrausbildung als KFZ-Marsch „Eifel 2013“. Stadtbrandinspektor Brunnöhler erläutert: „Ziel unseres Sonderübungsdienstes ist es, die Maschinisten mit Ihren Fahrzeugen vertraut zu machen.“ So manch verschlafenes Auge konnte jedoch nicht versteckt werden, hatten die meisten Kameraden doch ihr wohl verdientes Wochenende erreicht. Doch auch das schreckte viele nicht ab, ist es doch nicht selten, dass die Freiwillige Feuerwehr auch zu ganz anderen Uhrzeiten und ohne Vorwarnung aus dem Schlaf geholt wird.
Bereits um 06:00 Uhr wurde sich an der Feuer- und Rettungswache in Heiligenhaus getroffen, Brötchen für die Fahrt geschmiert, Kraftstoff getankt und die Funktion aller Fahrzeuge überprüft. Unterstützung bekam die Feuerwehr in diesem Jahr durch den THW-Ortsverband Heiligenhaus/ Wülfrath, der mit seinem Fahrzeug und seiner Besatzung das „technische Rückrat“ des Verbandes bildeten.
Über fast zwölf Stunden war der Verband in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Unter anderem wurden über Autobahn, Bundes-, Land- und Kreisstraßen Köln, Bonn, Meckenheim, Bad Münstereifel Kall anvisiert. Über eine fest vorgegebene Route wurde der Verband zum ehemaligen Ausweichsitz der Landesregierung Nordrhein-Westfalen geführt. Auf dem Weg sind noch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Münstereifel hinzugestoßen und haben die Kolonne um ein paar Fahrzeuge verlängert.
Kann sich die Feuerwehr solche Übungen in der heutigen Zeit von Klimakatastrophe und leeren Kassen überhaupt noch erlauben? „Ja“ erwidert Brunnöhler, „Ausbildung ist ein wichtiges Standbein jedes einzelnen Feuerwehrmitglieds und ist die beste Lebensversicherung, die wir im Feuerwehrdienst haben können. Wenn sich die Kameraden sicher in ihrem Handeln fühlen, folgen schnelle und überlegte Taten. Dies kann jedem Bürger der Stadt zu Gute kommen. Damit dieser hohe Ausbildungsstand gehalten werden kann, sind solche Übungen unverzichtbar.“ Am Ende des Tages wird jeder Kamerad die Fahrzeuge ein weites Stück besser kennen als zuvor. Wenn auch zumeist nur Fahrten im Stadtgebiet die Regel sind, sollte auch hier jeder Maschinist wissen, wie sein Fahrzeug in verschiedenen Situationen reagiert.
Ausbildungen dieser Art finden in der Regel alle zwei Jahre statt und haben in der Mannschaft großen Anklang gefunden. Am Ende des Tages ist zwar der ein oder andere froh gewesen, wieder die Heimat erreicht zu haben, aber auch hat jeder viele neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen können.
Foto: Nils Vollmar  
   
Weitere Fotos:
Bereitstellungsraum
Heiligenhaus
Technischer Halt
Köln-Porz
Technischer Halt
Meckenheim
Rast in
Bad Münstereifel
Marsch und Ankunft
in Kall
Rückfahrt und Ankunft
in Heiligenhaus